Kirche St. Hovhannes Mkrtich (Schuschi)

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location

Region

Arzach

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Entfernung von Jerewan

339.7 km

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Typ

Kloster/Kirche

Im historischen Oberen oder Neuen Viertel von Schuschi steht die Kirche St. Hovhannes Mkrtich, die auch unter einem anderen Namen bekannt ist: die Kirche der Karabachier. Dieser Name spiegelt ihren historischen Ursprung wider – sie wurde von einer Gemeinschaft gegründet, die aus verschiedenen Dörfern Arzachs dorthin umgesiedelt war. Ursprünglich war das Heiligtum ein bescheidener Holzbau, doch 1847 wurde es in Stein neu errichtet und zu einem vollwertigen Komplex ausgebaut, der sowohl die Kirche als auch ihren Glockenturm umfasste. Am oberen Teil des Eingangs zum Glockenturm sind links und rechts Bauinschriften erhalten geblieben, die das Datum seiner Errichtung und relevante historische Tatsachen bestätigen. Im Volksmund wurde die Kirche manchmal „Kanach Zham“ (Grüne Kapelle) genannt, in Erinnerung an ihre einst grünfarbene Kuppel, die sich viele Jahre lang in der umgebenden Landschaft abhob. Architektonisch zeichnet sich die Kirche St. Hovhannes Mkrtich durch ihren kreuzförmigen Grundriss und ihre langgestreckten Proportionen aus. Auf der Ostseite befindet sich eine halbkreisförmige Apsis, flankiert von südlichen und nördlichen Armen, wodurch ein zweiteiliger Gebetsraum entsteht. Der erste Teil, ein rechteckiger Saal, erstreckt sich vor der Apsis, während sich der zweite, ein fast quadratischer Raum, hinter dem Glockenturm befindet. Bemerkenswert ist, dass der Glockenturm kein separates Bauwerk ist, sondern ein integraler Bestandteil der Gesamtkonstruktion der Kirche. Der Eingang befindet sich an der Westfassade und führt durch den Glockenturm, was den zeremoniellen Charakter dieses Bereichs unterstreicht. Da der Kirchenboden etwa zwei Meter höher liegt als das Hofniveau, wurden vor dem Eingang zehn Stufen mit Stützmauern angelegt, die den symbolischen, heiligen Aufstieg in das Heiligtum hervorheben. Im Inneren ist der Gebetsraum in zwei Bereiche unterteilt. Der erste, nahezu quadratische Raum ist mit einem für giebelgedeckte Bauten typischen Tonnengewölbe überdeckt. Über dem zweiten, langgestreckten Saal erhebt sich die Kuppel, die auf fein behauenen Steinpfeilern ruht. Der Übergang vom quadratischen Kuppelunterbau zur Kuppel selbst wird durch eine einzigartige Pendentiftechnik erreicht, die dem traditionellen Geist der armenischen Architektur treu bleibt. Anders als in vielen anderen Kirchen befinden sich die Sakristeien in dieser Kirche unterhalb der Apsis und sind direkt vom Gebetsraum aus zugänglich. Ein ähnliches Konzept findet sich in der Kirche Gtchavank, die ebenfalls eine Struktur im Stil eines gewölbten Saalbaus aufweist. Die Kirche ist aus cremefarbenem, fein und grob behauenem Kalkstein errichtet. Die wichtigsten architektonischen Elemente – Ecken, Gesimse, Bögen, Kuppeln und Treppen – sind mit bemerkenswerter Präzision und handwerklicher Kunst gefertigt. Der helle Innenraum der Kirche ist acht großen Fenstern in den Wänden des Gebetsraums zu verdanken, von denen sich drei in der Apsis befinden, was eine gut beleuchtete und spirituell intime Atmosphäre schafft. In ihrer architektonischen Form und Erscheinung fügt sich die Kirche St. Hovhannes Mkrtich harmonisch in die grüne Umgebung von Schuschi ein und übernimmt zugleich eine bedeutende städtebauliche Rolle, indem sie als zentrales ordnendes Element im lokalen Umfeld dient.

Interessantes

Fakten über Kirche St. Hovhannes Mkrtich (Schuschi)

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Fakt

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Nach der Besetzung von Arzach wurde die Kirche 2024 vollständig zerstört.
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Wetter in Arzach

Die Hochsaison in Armenien dauert aufgrund der angenehmen klimatischen Bedingungen lange an. Die warmen Tage in Armenien beginnen im März und dauern bis in den späten Herbst; der Winter ist in der Regel schneearm und nicht lang. Die Zeit mit hohen Niederschlägen ist wechselhaft. Die Tourismussaison für die Kirche Kanach Jam hängt von den Wetterbedingungen ab.

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