Kirche St. Gayane
Region
Armawir
Entfernung von Jerewan
22.6 km
Typ
Kloster/Kirche
Die Kirche St. Gajane befindet sich im südlichen Teil der Stadt Wagharschapat (Etschmiadsin), südöstlich der Mutterkathedrale. Historischen Quellen zufolge wurde die Kirche im Jahr 630 von Katholikos Esra Nighetsi an der Stelle einer Märtyrerkapelle erbaut. Die Kirche ist aus fein behauenem Tuffstein errichtet. Laut Agathangelos wurde diese Kapelle ursprünglich zu Beginn des 4. Jahrhunderts über dem Grab der Märtyrerjungfrau Gajane aus der Hripsime-Gruppe errichtet. Die Kirche gilt als eines der besten Beispiele der frühen Periode der armenischen Kirchenarchitektur. Hinsichtlich ihrer architektonischen Gestaltung gehört sie zum Typus der Kuppelbasilika, einer baulichen Komposition, die sich zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert entwickelte. Der Hauptaltar und zwei quadratische Sakristeien befinden sich an der Ostseite. In der südöstlichen Sakristei befindet sich der Eingang, der zur unter dem Hauptaltar gelegenen Grabkammer der Jungfrau Gajane führt. Die Kirche hat drei Eingänge – im Süden, Westen und Norden. Das äußere Erscheinungsbild der Kirche ist recht schlicht: Die Türen sind eingefasst, und die Fensterbögen sind verziert. Im Laufe der Jahrhunderte erlitt der Tempel erhebliche Zerstörungen, und die ersten Restaurierungsarbeiten wurden zur Zeit von Katholikos Philippus im Jahr 1652 durchgeführt, wobei die zerstörten Mauern, die Kuppeltrommel und das Kegeldach wiederhergestellt wurden. Mehrere Jahrzehnte später, während der Amtszeit von Katholikos Jeghiasar I. von Ainteb (1682–1691), wurde am westlichen bzw. Haupteingang ein dreibogiger Portikus (Narthex) angebaut. Dort sind die Katholikoi aller Armenier Jeghiasar I. von Ainteb, Abraham II. von Mschk, Simeon I. von Jerewan und Howsep Arghutjan begraben. Im Inneren der Kirche und auf dem umliegenden Friedhof befinden sich etwa zwanzig Chatschkare (Kreuzsteine) aus dem 10. bis 17. Jahrhundert.
Interessantes
Fakten über Kirche St. Gayane
Fakt
Wetter in Armawir
Die Hochsaison in Armenien dauert aufgrund der angenehmen klimatischen Bedingungen lange an. Warme Tage beginnen in Armenien im März und dauern bis in den späten Herbst; der Winter ist gewöhnlich schneearm und nicht lang. Die Zeit mit hohen Niederschlagsmengen ist wechselhaft. Die Tourismussaison für die Kirche St. Gajane hängt von den Wetterbedingungen ab.