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          Über Armenien

          Willkommen in Armenien. Armenien ist ein kleines sonniges Land mit atemberaubenden Gebirgslandschaften, die  schon vom ersten Blick die Reisenden zaubern.

          Armenien liegt am Übergang zwischen Kleinasien und (dem aus europäischer Sicht so benannten) Transkaukasien. Der heutige Staat umfasst ein Gebiet von 29.800 Quadratkilometern im Nordosten des Armenischen Hochlands und am Südrand des Kleinen Kaukasus.Die durchschnittshöhe ist 1700 Meter über dem Meersspiegel. Es grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan, im Südosten an den Iran und  an die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan und von Südwesten bis Westen an die Türkei.  Um Armenien selber zu entdeken reisen Sie mit uns. Wir organisieren regelmäßige Tagestouren.

          Nach der staatlichen Angaben von der Volkszählung 2011 wohnen in Armenien etwa 3.2 Milionen Menschen. 1.2 Milionen von den Einwohnern leben in Jerewan. Die 97.9 % von den Einwohnern sind ethnische Armenier. Die ethnischen Minderheiten in Armenien sind: die Russen, Asyrer, Jeziden, Grichen, Georgier, Ukreiner und Belarussen. Armenien hat eine große Diaspora. In der Welt leben etwa 10 Milionen Armenier.

          Armenien hat trockenes und continentals Klima in allen Jahreszeiten. Die durchschnittliche Temperatur ist  im Juli + 35C und im Januar -5C. Armenien ist ein sonniges Land mit 333 Sonnentagen im Jahr. Die höchste Erhebung ist der erloschene Vulkan Aragaz (4090 Meter) unweit des biblischen Ararat, der tiefste Punkt liegt rund 350 Meter hoch ( Kleinstadt Agarak ) am Fluss Aras an der Grenze zum Iran und zu Aserbaidschan. 

          Die Religion in Armenien ist das Christentum. Und die Mehrheit der Armenier gehört der Armenischen Apostoloischen Kirche an.  Im Jahre 301. Hat der armenische König Tiridat III Christentum als Staatsreligion erkläert. Damit wurde Armenien das erste Christliche Land der Welt.

          Die Hauptstadt Jerewan ist die größte Stadt Armeniens. Jerewan ist einer der älteste Städte der Welt. Nach der urartäische Gründungsurkunde ist Jerewan im Jahre 782. V.Chr. gegründet. Jerewan ist eine lebendige Stadt. Hier wird jedes Jahr verschiedene internationale Veranstaltungen organisiert, wie z.B.  Symposiums, Festivals, Konferanse , sportliche Veranstaltungen usw.

          Die faszinierende Kultur des armenischen Volkes, winzige steinerne Kirchen, spektakulär über Schluchten drohende Klosterburgen, steinerne Kreuze in den grünen Ebenen  warten nur darauf , um entdekt und bestaunt zu werden.

          Khor Wirap Kloster
          Kaskade
          Charentsbrüke
          Berg Karabakh
          Lavasch
          Ararat
          Armenische Apostolische Kirche
          Armenische Brandy
          Garni
          Aragats
          Haghpat
          Sevansee
          Lastiver
          Kreustein
          Markt
          Lastiver
          Dschermuk
          Kobajr
          Noratuz
          Norawank
          Orbelian Karawanserei
          Sewankloster
          Schaqiwasserfall
          Tatev Kloster
          Matosawank Kloster
          Norawank

          Staatsform: Republik

          Regierungssystem: semipräsidientelles  System

          Staatsoberhaupt : Präsident

          Fläche :  29.800 km²

          Grenze:  armenisch-georgische Grenze 219 km, armenisch-azerbaidschanische Grenze 566 km, armenisch-iranische Grenze 44km, armenisch-türkische Grenze 311 km

          Einwohnerzahl: 3.015.500 (September 2014)

          Hauptstadt: Jerewan

          Religion: 92, 6 % der Einwohner gehören zur Armenische Apostolische Kirche

          Amtssprahce : Armenisch

          Provinzen: Jerewan, Armawir, Kotajk, Gegharkunik, Tavusch, Lori, Schirak, Aragatsotn, Ararat, Vojots Dzor, Sjunik

          Größstädte: Jerewan, Gjumri, Vanadzor, Kapan, Armawir, Gawar, Edschmiatsin, Idschvan, Hrazdan

          Währung :  armenische Dram (AMD)

          Nationales Symbol: Flage, Wappen

          Der nationale Slogan: “Ein Volk, eine Kultur”

          Das armenische Volk kam in unsere Welt aus so uralten Zeiten, als die gegenwärtigen europäischen Völker noch nicht existierten, und die Völker der Antike – Römer und Hellenen- den Schauplatz der Geschichte kaum noch betreten hatten.

          -  Valerij Brjusov , 1916 -

          DIE KATHEDRALE VON EDSCHMIATSIN

          Armenien ist das erste christliche Land der Welt. Hier kann man viele Kirchen und Klöster zu sehen bekommen.Die Kathedrale von Edschmiatzin ist das heilige Zentrum aller Armenier. Den historischen Quellen nach ist der Gründungsbau der Kathedrale ganz zu Anfang des 4. Jh. anzusetzen. Ihr Name Edschmiatzin (= Herabkunft des einzigen Sohnes) bezieht sich auf die Vision des hl. Gregor, in welcher eine furchterregende männliche Gestalt erschien und den Ort anzeigte, an welchem die Kathedrale errichtet werden sollte. Sie wurde 364 von den Persern zerstört, unter den Katholikoi Nerses und Sahak wiederhergestellt, diente einige Zeit als mazdeischer Grabestempel und wurde um 484-485 durch den Fürsten Vahan Mamikonjan völlig neu erbaut. Zwei weitere Restaurierungen wurden unter den Katholikoi Komitas und Nerses III. vorgenommen.

          Der heutige Bau ist zum großen Teil ein Werk des 17. Jh. Die Kuppel im Zentrum wurde 1627 errichtet, der westliche Glockenturm 1653-1658 und die Laternen über den Konchen 1683. Das Innere wurde im 18. Jh. ausgemalt. 1869 wurde schließlich an der Ostfassade ein Gebäudeteil hinzugefügt, der die Kultobjekte beherbergen sollte und der heute als Museum dient.

          Außer der Kathedrale befinden sich hier noch die Residenz des Patriarches - Katolikos aller Armenier-, die Bibliothek und Skriptorium, die Mönchzellen, Redaktion und Drukerei der Zeitschrift Edschmiatzin, das Museum von Alek&Anri Manukian und andere kirchliche Bauten.  

          Die Kathedrale von Edschmiatzin ist Weltkulturerbe der UNESCO.

          KIRCHE HEILIGE GAJANE

          Die Kirche Sankt Gayane liegt einige hundert Meter südöstlich der Kathedrale Edschmiatzin, an der Stelle, an der nach der Überlieferung hl. Gayane ganz zu Beginn des 4.Jh. ihr Martyrium erlitt. Die Krypta, die unter der Apsis der Kirche erhalten ist, entspricht zweifellos dem unterirdischen Teil des Martyrions der Heiligen, das am Ende des 4. und zu Beginn des 5.Jh. unter dem Katholikos Sahak neu errichtet wurde (dieser Teil wurde im 17. Jh. restauriert).Quellen von Historikern bezeugen, daß die Kirche auf Veranlassung des Katholikos Ezr erbaut wurde, der das Patriarchat von 630 bis 641 innehatte. Die Kirche ist gut erhalten und erfuhr 1652 auf die Initiative des Katholikos Pilippos hin eine bedeutende Restaurierung. Ein Teil des Mauwerkes und der Dächer wurde 1652 erneuert und deren Neigung dabei wesentlich verstärkt. 1683 erhielt die Westfassade unter dem Katholikos Eliazar eine Vorhalle in Form einer Galerie, die als Mausoleum für die Angehörigen der hohen Geistlichkeit dienen sollte.

          KIRCHE HEILIGE HRIPSSIMEH

          Auf einer künstlichen Anhöhe steht der majestätische Bau der hl. Hripsimeh und überragt das im Osten der Stadt Wagharschapat gelegene Viertel. Historischen und epigraphischen Quellen nach wurde sie 618 über dem Mausoleum der hl. Hripsimeh im Auftrag des Katholikos Komitas (615-628) errichtet. Wie die Kirche Sankt Gajane wurde auch sie an der Stelle eines Märtyrergrabbaus, hier der hl Hripsimeh, errichtet. Von diesem Mausoleum, wahrscheinlich einer Doppelkapelle, das gegen Ende des 4. Jh. den Vorgängerbau ersetzte, hat sich lediglich die Gruft unter der Apsis erhalten.

           Es gibt eine Legende über hl. Hripsimeh, wonach in der frühchristlichen Zeit 36 christliche Nonnen vor dem römischen Tyrannen Diokletian nach Armenien flüchteten, mit der Hoffnung in Armenien die neue Religion zu verbreiten. Diokletian schrieb zum damaligen armenischen König Trdat III: ,,Die sind 36 mit der Äbtissin Gajane, die schönste aber Hripsime ist., heirate sie,,. Als der König die schöne Hripsime sah, beschloss er sie zu heiraten. Aber die christliche Nonne wollte nicht einen heidnischen König heiraten. Dann lies der König Hripssime und ihre Freundinen foltern und töten.

          Die Hl. Hripsimeհ Kirche ist Weltkulturerbe der UNESCO.

          TEMPEL VON ZWARTNOTS

          Die Ruinen der Palastanlage (Kathedrale und Palast) liegen 3 km südöstlich von Edschmiatzin. Die epigraphischen und historischen Quellen belegen die Entstehung des Komplexes im Auftrag des Katholikos Nerses III., des „Erbauers“ (641-662).

          Die Kathedrale war den „zuartunk“ (Engel, die Gregor dem Erleuchter im Traum erschienen) und Gregor geweiht. Der Geschichtsschreiber des 10.Jh., Katholikos Johannes 5., gibt an, daß die Gebeine des Erleuchters „unter vier Säulen“ bestattet worden seien. Der Bau stürzte im 10. Jh., vermutlich infolge eines Erdbebens, ein. Seine Ruinen wurden durch Grabungen 1900-1907 freigelegt und 1958-1967 konsolidiert. Im 20. Jh. hat hier der berühmte armenische Architekt Toros Toramanjan Untersuchungen durchgeführt und dadurch den Model der Kathedrale angefertigt. Ein anderer Model wurde bei den archäologischen Ausgrabungen in der alten armenischen Hauptstadt Ani gefunden. Dieser Model bestätigte den Model von Toramanjan. Toramanjan nach hatte das Gebäude drei aufeinanderfolgende und sich verkleinerte Stockwerke. Diese wurden mit einer Kuppel gekrönt.

          Der außergewöhnliche Charakter der architektonischen Struktur und der Ornamentik dieses Baus ist sicher Ausdruck für den Geschmack des Auftraggebers, des Katholikos Nerses; dieser äußerst gebildete und hellenistisch eingestellte Persönlichkeit war empfänglich für die grieschisch-römische und syrische Kunst.

          So, Zwartnotz ist ein wunderschönes Exemplar der Weltarchitektur.

          Der Tempel von Zwartnotz ist Weltkulturerbe der UNESCO.

          HOVHANNAVANK

           Kloster Sankt Johannes

          Das Kloster liegt am Rande der Kasach-Schlucht in dem Dorf Hovhannavan der Provinz Aragatsotn. Im Zentrum einer weitläufigen Umfassungsmauer mit Rundtürmen gruppieren sich zwei Kirchen, die jäh über der Schlucht stehen, ein Jamatun und ein weiterer Anbau. Die Legende berichtet von der Gründung des Klosters im 4. Jh., doch ist seine Existenz erst seit dem 7.Jh. gesichert. Eine Restaurierung der einschiffigen Kirche wurde um 550 aufgezeichnet. Die Befestigungsmauer kam im 12. Jh. hinzu. Die Hauptkirche und der Jamatun entstanden in der ersten Hälfte des 13. Jh., als die Gegend zum Besitz der Watschutjan gehörte. Das Kloster erlebte im 17. Jh. eine zweite Blütezeit, erfuhr Restaurierungen 1625, 1651, 1682, später 1734 und 1946-1948, doch fügten ihr die Erdbeben von 1679 und 1918 schwere Schäden zu.

          Die Täuferkirche ist ein einschiffiger Bau, dessen Spitztonnengewölbe von drei Gurtbogen verstärkt wird. Im Süden grenzt die Hauptkirche Katholike an. Sie wurde 1216-1221 im Auftrag des Fürsten Watsche gebaut.

          Der Jamatun entstand 1250 im Auftrag des Sohnes von Watsche, Kurd Watschutjan, und war für die Hauptkirche und die einschiffige Kirche bestimmt.

          Im nördliche Winkel zwischen Jamatun und einschiffiger Kirche liegt ein kleines Gebäude, dessen Funktion unbekannt ist.

          Im Inneren des Jamatuns wurde ein Chatschkar einer Säule eingefügt, die der Ostwand vorgelegt ist. Auf dem oberen Kreuzarm erscheint der Kopf Christi, und unter dem Kreuzstamm erkennt man den Kopf Adams.

          Durch ein starkes Erbeben im Jahre 1912 wurden die Ostwand und die Kuppel der Kirche zerstört. Aber auch halb-ruiniert fasziniert Hovhannavank ihre Besucher.

          SAGHMOSAVANK

          Das Kloster Saghmosavank (Kirche der Psalmen) befindet sich im Dorf Artaschavan der Provinz Aragatsotn, am Ufer des Flusses Kasach. Seine Geschichte geht auf das 13. Jh. zurück. Es wurde im Auftrag der Fürsten Vater und Sohn Watsche und Kurd Watschutjan aus der Königfamilie errichtet. Der Klosterkomplex besteht aus 2 Kirchen, der Kapelle, der Bibliothek und natürlich zahlreichen Kreuzsteinen (arm. Chatschkar). 

           Die Hauptkirche-Sionskirche-wurde in 1215 gebaut. Das ist eine gewölbte Kirche ohne Außendekor. Im Westen der Sionkirche hat der Fürst Vatsche Vatschutjan eine Vorhalle im 13. Jh. errichtet, welche dank ihrem Dachsystem eine der einzigartigsten Vorhallen in Armenien ist.

          Die Muttergotteskirche wurde im Jahre 1235 gebaut.

          1255 haben der Fürst Kurd Vatschutjan und seine Frau die Bibliothek errichtet, welche sich zwischen einerseits der S. Sionkirche und der Vorhalle und andererseits der einschiffigen Kirche befindet. Die Bibliothek war für eine lange Zeit der Wohnort für die Studenten, die sich hier mit der Übersetzung von Psalmen und der Aufbewahrung verschiedenartiger Manuskripte beschäftigten.

          Einmal war Saghmosavank mit einer hohen Mauer befestigt.  

          KIRCHE DER HEILIGEN MUTTERGOTTES „KARMRAWOR“

          Die Karmraworkirche befindet sich in der Stadt Aschtarak der Provinz Aragatsotn. Nach den historischen Angaben wurde diese Kirche im 7. Jh. errichtet. Es handelt sich um eine Kreuzkuppelkonstruktion mit drei Apsiden auf einem kreuzförmigen Grundriss. Die Kirche verfügt über ein Ziegeldach. Von Außen sieht die Kirche einfach aus, aber die inneren Wände tragen immer noch die Reste der Fresken.

          Der Name Karmrawor stammt von einer Legende: Nach der Legende lebten in Ashtarak drei Schwestern, die sich alle gleichzeitig in den Prinzen Sargis verliebten. Die beiden älteren haben die Entscheidung getroffen, zugunsten der Jüngeren aus dem Leben zu scheiden.Eine zog ein orangenes aprikosenfarbiges Kleid an, die andere ein rotes und sie stürzten sich in den Abgrund. Als die jüngere davon erfuhr, konnte nicht mehr glücklich sein. Sie zog ein weißes Kleid an und stürzte sich ebenso in den Abgund. Der junge Sargis wurde daraufhin Eremit und es entstanden drei kleine Kirchen am Rande des Abgrundes, benannt nach den Farben der Kleider der Schwestern. Heutzutage befinden sich die beiden anderen Kirchen nicht weit von der Karmraworkirche.

          MUGHNI – KIRCHE DES HEILIGEN GEORGS

          Die Kirche des  hl. Georgs (Mughni Kirche) befindet sich im Dorf Mughni der Provinz Aragatsotn. Das ist einer von den hervorragendsten und schönsten Klosterkomplexen der spätmitellalterischen armenischen Architektur, die man bewundern kann. Der Komplex besteht aus der Kirche und Wirtschaftsräumen und ist mit einer hohen Mauer umgefasst. Die Kirche befindet sich gleich in der Mitte des Komplexes. Unter der Kirche befinden sich die Reliquen des Hl. Georgs.

          Der Aufbau der Kirche so wie sie heute aussiht, als eine gewöbte Kirche, wurde im 17.Jh. vollendet. Davor gab es hier eine einfache Kirche. Die heutige Kirche ist von den Steinen verschiedener Farben gebaut. Gleizeitig mit der Kirche wurde ein Raum mit dem Dreikuppelglockenturm gebaut. Im 19.Jh. war Mughni  Wallfahrtsort auch für Georgier und Perser. Hier befanden sich die Reliquen von dem Hl. Gregor, dem Hl. Taddäus (Apostel)  und dem Hl. Matthäus (Evangelier).

          Besonders schön sind die beiden Eingänge und Fenster mit reichen Vezierungen. Die verschiedenen Farben der Steine lassen niemenden gleichgültig bleiben.

          KLOSTER KHOR WIRAP

          Das Kloster ist das Heiligtum der armenisch-apostolischen Kirche und Wallfahrtsort für Armenier aus der ganzen Welt. Im Hintergrund des Klosters ist der Berg Ararat zu sehen. Das Kloster liegt nicht weit von Jerewan, in der Provinz Ararat.

           Anfang des ersten Jahrhunderts, als die Hauptstadt von Armenien Artaschat war, befand sich auf diesem Hügel die Zitadelle mit dem Gefängnis, wo die Gefangene eingesperrt wurden. Nach dem Geschichtsschreiber Agatangeghos, gerade in dieses Gefängnis, welches „Tiefe Grube von Artaschat- auf Armenisch: Chor Wirap“ hieß (hierher stammt der Name), warf der König Trdat III. Gregor den Erleuchter, der als echter Christ seine Religion in Armenien verbreiten wollte. 14 Jahre verbrachte Gregor der Erleuchter im Gefängnis, wo er neben den Gifttieren leben musste. Jeden Tag warf eine Witwe ein Stück Brot in die tiefe Grube. Die Witwe soll im Traum den Herrn Gott gesehen haben und von Ihm den Auftrag bekommen haben, jeden Tag ein Stück Brot in die tiefe Grube zu werfen. Während Gregor der Erleuchter im Gefängniss war, wurden auch andere Christen, darunter auch die Nonnen St. Hripsimeh, St. Gajane und auch ihre andere Freundinnen, die Christentum in Armenien verbreiteten, verfolgt und getötet. Gregor der Erleuchter hat in diesen Tagen, als die Nonnen getötet wurden, durch sein Glauben den armenischen König von einer schweren Krankheit geheilt, wodurch er freigelassen wurde. Nach Überlieferung hat er die getöteten Nonnen gegraben und Kapellen an den Stellen, wo sie gefoltert und getötet wurden, gebaut.Danach hat er Christentum in Armenien weiterverbreitet. Dank Bemühungen vom Gregor dem Erleuchter wurde Christentum im Jahre 301 zur Staatsreligion in Armenien erklärt. Somit wurde Armenien der erste christliche Staat der Welt. Zum ersten Katholikos aller Armenier wurde Gregor der Erleuchter.

          Im Jahre 642 errichtete Katolikos Nerses III eine Kappele an der Stelle des Gefängnisses Chor Wirap. Ende des 17. Jh. wurden die Muttergotteskirche, die Klostermauer, Refektorium, Gästehaus und sonstige Bauten errichtet.  

          NORAVANK

           Das Kloster liegt in der Provinz Wajoz Dzor 3 km von dem Dorf Amagu entfernt, in einer malerischen Gegend.

          Im frühen Mittelalter befand sich auf dem Territorium des Klosters eine Kirche, die den Namen St. Pokas trug. Im 9. Jh. hat man hier die Kirche St. Karapet errichtet. Zu dieser Zeit hieß das Kloster St. Awag oder Choradzor Anapat.

          Im 14. Jh. war Noravank das geistliche Zentrum der Fürsten von Sjunik. In den 1216-1221 wurde hier die St. Stepanos Nachawka Kirche von dem Bischof Sargis gebaut. In den Jahren 1223-1261 hat man die Vorhalle dieser Kirche gebaut und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Im Jahre 1275 wurde die St. Gregor Mausoleum-Kirche gebaut. Im 14. Jahrhundert wurde hier die zweigeschossige Muttergotteskirche (Burtelaschen) vom berühmten armenischen Architekten Momik (Architekt, Bildhauer, Buchmaler) gebaut. Besonderer Schönheit sind die Kreuzsteine, die von Momik angefertigt waren.Der Architekt wurde nach seinem Tod hier begraben. Auf seinem Grab steht ein einfacher Kreuzstein. 

          Das Klosters wurde mehrmals zerstört und renoviert. Im 20. Jh. wurde die Muttergotteskirche wieder geweiht. Noravank ist an Reliefen und Ornamenten reich. Auf dem westlichen Tympanon der Vorhalle der Hl. Stepanos Nachawka Kirche ist Herr Gott dargestellt.

          Das Kloster hat eine sehr schöne Gegend, die niemanden gleichgültig bleiben lässt.  

          ZORATS KARER

          Das älteste Observatorium Armeniens - Kharahundsch oder Zorac Karer (arm. Mächtige Steine) befindet sich in der Stadt Sisian der Provinz Sjunik. Ein etwa 30 Meter langer Kromlech stellt ein Steinkreis aus dem 2. Jh. v. Ch. dar. Das war ein Begräbnisstäte und Arena für die entsprechende Rituale. Solche Bauten waren der Sonne geweiht. Heute ist diser Ort von Archäologen sehr beliebt. Das Plateau selbs gehört zur Kupferzeit, etwa 5. Jh. v. Ch., oder sogar zur Steinzeit. Die Archäologen und Historiker meinen, dass Zorac Karer der Zwilingsbruder von „Stonhenge“ in England ist. Die Übersetzung von Stonhenge ins Armenische bedeutet Kharahundsch.  

          KLOSTER TATEV

          Das Kloster Tatev ist ein Meisterwerk der armenischen Architektur, welches sich im Dorf  Tatev, der Provinz Sjunik, an der Schlucht des Nebenflußes von Worotan befindet. Nach Überlieferung stammt der Name des Klosters vom Namen des Hl. Eustateus (Schüler des Apostels Taddäus). Laut den historischen Angaben wurde die erste Kirche des Klosters im 4.Jh. gebaut. Das Kloster, das man heute sehen kann, wurde im 9. Jh. gegründet. Zu dieser Zeit hat der armenische Fürst Philipe die St. Gregor der Erleuchter Kirche gebaut. In den Jahren 895-906 wurde hier die St. Paul und Peter Kirche gebaut, welche eine der größten Kirchen in Armenien ist. Die beiden Säulen in dieser Kirche symbolisieren den Hl. Paul und den Hl. Peter. Ihre Reliquen befinden sich unter diesen Säulen. Südlich dieser Kirche hat man eine schaukelnde Stele gebaut. Sie wurde im Jahre 906 erbaut und ,,Heilige Dreieinigkeit,, gennant. Die Stele ist 8 Meter hoch und steht in einer achteckigen Grube. Vor  der St. Paul und Peter Kirche wurde eine Vorhalle (Gavith) hinzugefügt.

          Das Kloster wurde bei der türkisch-seldschukischen Invasion geraubt und verwüstet. Später wurde es renoviert. Im 13. Jh. erlebte Tatev eine weitere Blütezeit. Hier gab es eine Universität, wo die bekannten armenischen Wissenschaftler gearbeitet haben. Man hat viele Handschriften hier aufbewahrt. Neben der Universität gab es hier im 10. Jh. das Matenadaran von Tatev, wo man verschiedene Bücher und Handschriften aufbewahrt hat. Im 17. Jh. hat man hier weitere Wirtschaftsräumen und Mönchzellen gebaut. Im 19. Jh. wurde an der Stelle der früheren Vorhalle ein dreigeschossiges Glockenturm gebaut.

          Heute ist Tatev eines der belietesten Klöster in Armenien. In den letzten Jahren hat man in Armenien die längste Seilbahn der Welt gebaut, wodurch man das Kloster Tatev erreichen kann.

          DAS KLOSTER TEGHER

          Das Kloster Tegher befindet sich in der Provinz Aragatsotn, am Fuße des Berges Aragaz, im  Dorf  Tegher, am rechten Ufer des gleichnamigen Flußes.  Der Klosterkomplex besteht aus der Muttergotteskirche und dem Gavith (Vorhalle). Laut einer Inschrift wurde Muttergotteskirche und die Vorhalle, die westlich von ihr gebaut ist, in den Jahren 1213-1232 auf der Stiftung der Fürstin Mamachatun – Frau des Fürsten Vatsche Vatschutjan -, vom Architekten Aghbajrik gebaut. Das ist ein gewölbter Kreuzkuppelbau mit 4 Apsiden in allen Ecken und sieht vom außen einfach aus.

          Die Vorhalle wurde laut einer Inschrift des Klosters elf jahrelang gebaut und im Jahre 1232 fertiggestellt. Er gehört zur Art der Vorhallen mit vier Säulen, unterscheidet sich aber durch seine ungewöhnliche Geräumligkeit. Auch die Vorhalle ist nicht dekoriert und sieht ganz einfach aus.

          Im 20. Jh. wurde es vom Erdbeben zerstört und renoviert.

          AMBERD

          Die Festung Amberd wurde im 10. Jh. unter der königlichen Familie Bagratuni gebaut. In 1026 wurde hier vom Fürsten Vahram Pahlavuni eine Kirche errichtet. Die Kirche wurde in der Mitte der Festung errichet. Das ist ein Kreuzkuppelbau und hat eine sehr einfache Dekorierung.

          Die Festung Amberd bestand aus zwei Teilen: dem Palast und dem Schloss mit den Mauern und zweigeschossigen Türmen. Außer den sichtbaren Eingängen hatte die Festung auch Geheimtunnels zur Schlucht, welche man in den kriegerischen Situationen benutzen konnte. Das Schloss hatte ein Wasserversorgungsystem, mit dem speziellen Wasserbecken im Hof. Nicht weit vom Schloss gab es noch ein Bad, dessen Ruinen heutzutage noch zu sehen sind.

          GREGOR KIRCHE VON ARUTSCH

           Die St. Gregor Kirche von Arutsch befindet sich im Dorf Arutsch der Region Aragatsotn in der Republik Armenien. Die Kirche wurde laut den historischen Angaben und einer Inschrift in den Jahren 662-666 von dem Fürsten Gregor Mamikonjan und seiner Frau gebaut. Davor gab es hier eine andere Kirche. Es gibt die Meinung, dass diese Kirche die bis heute südöstlich der St. Gregorkirche existierende einschiffige Baut ist.

          Laut den historischen Angaben hat der Fürst Gregor Mamikonjan südlich der Gregorkirche seine Palastanlage errichtet.

          Im 10. Jh. wurde die Kirche renoviert. Vom 16-19.Jh. war die Kirche halb zerstört und verlassen. Im 20. Jh. wurde die St. Gregorkirche renoviert, und man hat hier auch Ausgrabungen durchgeführt. Nach den Ausgrabungen wurden hier die Resten der von Gregor Mamikonjan errichteten Palastanlage freigelegt. Von dem Palastsaal, der einmal mit Säulen geschmückt war, sind nur die Stütze der Säulen und zwei Kapitelle geblieben.  Der Palast von Arutsch war ein Meisterwerk der Palastbaukunst des mittelalterischen Armenien.

          Die St. Gregorkirche verfügte über 41 Fenster und drei Türe. Die inneren Wände der Kirche tragen immer noch die Reste von Fresken.

          Wie auch die anderen Kirchen und Klöster in Armenien wurde auch diese Kathedrale während ihrer Geschichte mehrmals zerstört und renoviert.  

          ARUTSCH (KARAWANSEREI)

           Die Karawansaraei in Arutscht befindet sich in der Provinz Aragatsotn der Republik Armenien. Sie wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Damals war sie für die bekannten Seidenstraße nützlich. Sie war natürlich großer Bedeutung für die Händler. Zu dieser Zeit wurden neben den Karawansereien auch viele Brücken gebaut, die auch großer Bedeutung waren. Die Errichtungen der Karawansareien stifteten entweder der Staat oder die einzelnen reichen Leute. Die Karawansareien wurden meistens an den Kreuzugen der Handelsstrassen erbaut. Die Karawanserei in Arutsch hat 6 Bögen, einen Eingang und eine Lichtöffnung in der Decke. Der zentrale Teil (Raum) der Karawanserei war für Tiere geeignet und die anderen für Menschen. Heute kann man in Armenien die Resten vieler Karawansereien zu sehen bekommen.

            

          KATHOLIKE KIRCHE VON THALIN

          Die Kirche befindet sich in der Stadt Thalin der Region Aragatsotn der Republik Armenien. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 7.Jh. errichtet. Ihr Archetyp ist die Katholike Kirche von

          Dwin.

          Die Kirche von Thalin ist eine auf dem kreuzförmigen Grundriß gebaute, dreischiffige, vom Westen nach Osten langerstreckte Kuppelbasilika mit drei Apsiden. Sie ist mit roten und schwarzen Tuffsteinen gebaut. Der Innenraum ist geräumlich und durch Kuppelbögen verteilt. Über dem Hauptaltar befinden sich zwei runde Fenster. Die Innenwände tragen noch die Reste von alten Fresken. Das genaue Datum der Fresken ist noch unbekannt. Eine Inschrift bezeugt, dass diese Fresken im Auftrag von Mowses Ekeghezapan gemacht wurden. Die Kirche ist sehr reich an verschiedenen Ornamenten, darunter an Pflanzen-und Blumenornamenten, die man in den Nischen, die mit den Säulen und Bögen geschmückt sind, sehen kann. Ähnliche Ornamente sind auch auf der Kuppel zu sehen.

          Im 8. Jh. wurde die Kirche von den Arabern geraubt. Sie wurde zweimal vom Erdbeben betroffen und dann im 20.Jh. renoviert, aber nur teilweise. Die Kuppel ist bis heute halb zerstört.

          Nicht weit von der Kirche sind die Ruinen einer einschiffigen Kirche zu sehen. Sie wurden durch Ausgrabungen freigelegt. Diese Kirche wurde im 5. Jh. gebaut.

          Heute ist die Kirche von Thalin halb renoviert, aber ihre Schönheit lässt niemanden gleichgültig bleiben.                                                                                                                                           

          KLOSTER GNDEVANK

          Das Kloster Gndevank befindet sich im Dorf Gndevaz der Provinz Wajoz Dzor. Nach den historischen Angaben wurde das Kloster im 10. Jh. von Sofia, der Fürstin von Sjunik, als Einsiedelei gegründet.

          Die St. Stepanos Kirche des Klosters wurde in 931-936 mit Basalt gebaut. Es geht um eine vom Außen kreuzförmige Zentralkuppelbau mit vier Apsiden. Die Sakristeien im Osten  wurden im 10. Jh. hinzugefügt. Die Wandmalerei wurde von Eghische gefertigt. Heute tragen die Wände der Kirche immer noch die Reste der Fresken. An der linken Seite des Hauptaltars ist ein Fresko mit Darstellung von Hl. Muttergottes mit Christuskind auf den Knien zu sehen.

          „Wajoz Dzor war ein Ring ohne Edelstein. Ich habe diese Kirche gebaut und sie als Edelstein auf den Ring gesetzt “- nach einer Inschrift sind diese die Worte der Fürstin Sofia-Fürstin von Sjunik, die diese Kirche gebaut hat.

          Im Jahre 999 hat der Apt Christapor wetslich der Kirche eine Vorhalle (Gavith) hinzugefügt. Im Norden hat sie zwei Räume. Das Kloster wurde im 14. Jh. renoviert.   

          Im 17. Jh. wurde das Territorium des Klosters mit der hohen Mauer mit einem Tor auf der nordwestlichen Ecke umgezäunt. Es wurdenWirtschaftsgebäude gebaut (Zellen, Refektorium, Küche usw.).

          Auf dem Territorium des Klosters gibt es verschedene Chatschkare und Grabsteine aus dem 10-16.Jh.  Im 20. Jh. wurde das Kloster renoviert.  

          SEWANSEE

          Mit einer Höhe von 1916 m über dem Meeresspiegel ist Sewansee der zweithöchstgelegene Süßwassersee der Welt. Viele Gelehrten meinen, dass vor millionen Jahren die Vulkanslava die Flußströmung sperrte und als Ergebniss der große See entstand. Der See ist etwa 83m tief.  Die Gesammtfläche des Sees macht 1240 qm. 28 Flüße münden in den See und entspringt nur der Fluß Hrazdan. Im Sewansee gibt es verschiedene Fischarten. Durch Wasserabzug für landwirtschaftliche Bewässerungsprogramme und für Stromgewinnung seit 1936 sank der Wasserspiegel um 22 m.

          SEWANKLOSTER

          Das Sewankloster wurde im 4.Jh. von Gregor dem Erleuchter gegründet. Es befindet sich auf der Sewanhalbinsel, die einmal eine Insel war. Im 9.Jh. erlebte das Kloster eine Blütezeit. Zu dieser Zeit hat die Fürstin Mariam, Tochter des armenischen Königs Aschot von der Familie der Bagratiden, die Apostelkirche und die Muttergotteskirche gebaut. Die beiden sind Kreuzkuppelkirchen mit drei Apsiden. In der Apostelkirche steht ein schöner Kreuzstein-Allerlöserkreuzstein. Im 9. Jh. hat das Kloster Matenadaran gehabt, wo Bücher und Handschriften aufbewahrt wurden. Im 17. Jh. wurde das Kloster renoviert. Im Jahre 1869 wurde auf der Sewaninsel eine geistliche Schule gegründet, die bis 1880 tätig war. Zum letzten Mal wurde das Kloster im 20.Jh. renoviert.

          NORATUZ

          Der Friedhof von Noratus liegt im Dorf  Noratus. Hier kann man tausende Kreuzsteine zu sehen bekommen.

          Kreuzsteine dienten in Armenien nicht nur als Grabsteine, sondern auch als Denkmäler zu einem bedeutensten Ereignis, z. B. Sieg in einer Schlacht oder Stadtsbegründung oder einfach als Gebäudesstein.

          Ein Teil der Kreuzsteine von Noratus sind in die Gruppen gesammelt, die die Begrabungen einer Familie bedeuten.

          Im Friedhof von Noratus steht ein kleines originelles, einschiffiges Bauwerk aus dem 13. Jh.- die Kappele Gregor des Erleuchters. 

          Die Ursache, warum so viele Kreuzsteine sich gerade bei diesem Dorf befinden, ist heute noch nicht bekannt.

          KLOSTER HAGHARTSIN

          Das Kloster Haghartsin befindet sich an der Schlucht des Flußes Haghartsin, 18km weit von der Stadt Dilidschan der Provinz Tawusch der Republik Armenien. Das genaue Datum der Begründung des Klosters ist nicht bekannt. Das Kloster hat Ende des 12. und Anfang des 13. Jh. eine Blütezeit erlebt.

          Das Kloster besteht aus vier Kirchen, zwei Vorhallen (Gavith), von denen eine halbzerstört ist, dem Refektorium und vielen Kreuzsteinen. Die älteste Baut ist die St. Gregor KIrche (ca. 10.Jh.). Das Kloster wurde im 11. Jh. bei der türkisch-seldschukischen Invasion zerstört. Im 12. Jh. wurde es renoviert. Zu dieser Zeit wurde nördlich der St. Gregorkirche die einschiffige Kirche Katholike gebaut. Dazu haben die Zakarjan Fürsten (die Zakariden) westlich der St. Gregor Kirche eine Vorhalle mit vier Säulen hinzugefügt.

          In 1244 wurde östlich und ganz nah der St. Gregorkirche die St. Stepanos Kirche mit blauem Basalt gebaut. Die ist Kuppelbau.

          In 1281 wurde hier die Hl. Gottesmutterkirche völlig neu wiederaufgebaut (Hauptkirche des Klosters, die wahrscheinlich in 10-11Jh. gebaut wurde). Es geht um einen Kuppelsaal mit zwei Säulen.

          In 1248 wurde im westlichen Teil des Klosterkomplexes das Refektorium gebaut.

          Im 17. Jh. wurden hier Renovierungsarbeiten durchgeführt. Die Hl. Muttergotteskirche, die Hl. Stepanos Kirche und die Hl. Gregorkirche wurden renoviert.  

          Im 18Jh. wurde das Kloster zerstört und verlassen und blieb so bis zum 19.Jh. Im 20. Jh. wurde das Kloster völlig renoviert.

          GOSCHAVANK

          Das Kloster Goschavank oder Nor Getik liegt am Ufer des Flußes Getik, im Dorf Gosch der Provinz Tawusch der Republik Armenien. Es wurde im Jahre 1188 von Mechitar Gosch, dem berühmten armenischen Gesetzschreiber und Fabeldichter des Mittelalters, nicht weit von dem durch Erdbeben zerstörten Getik Kloster, erbaut. Erst nachdem Mechitar Gosch gestorben wurde, trug das heutige Kloster den Namen Goschavank. Bis zu dieser Zeit hieß das Kloster Nor Getik (Nor= neu).

          In den Jahren 1191-1196 wurde die Hauptkirche des Klosters, die Hl. Muttergotteskirche, gebaut. Die ist ein Kuppelsaal mit zwei Säulen. In 1197-1203 wurde westlich der Muttergotteskirche eine Vorhalle mit vier Säulen gebaut. Anfang des 13. Jh. hat Mechitar Gosch die Kapellen Arakeloz (Apostelkapelle) und Hripsime, die Hl. Seelenkirche und nicht weit von dem Kloster, auf einem Hügel das Kapelle-Maosoleum Hl. Hambardzum, wo er nach seinem Tod begraben wurde, gebaut.

          In 1231 wurden die Bauarbeiten der St. Gregorkirche begonnen. In 1237-1241 wurde die St. Gregor der Erleuchter Kirche gebaut. Diese Kirche ist reich an Ornamenten. Bis 1241 wurde Skriptorium und Jamatun des Klosters gebaut. Im Jahr 1254 wurde bei dem Mausoleum von Mechitar Gosch die St. Georg Kirche errichtet. Zu dieser Zeit hatte Goschvank eine Hochschule.

          Das Kloster hat viele schöne Kreuzsteine, von denen die schönsten die von Warpet Poghos (Bruder Poghos) gefertigten, besonders der „Stickerei“ Kreuzstein, sind.

          Im 19. Jh.  wurde die von Mechitar Gosch gebaute St. Stepanos Kirche renoviert. Im 20. Jh. wurde das Kloster weiter renoviert, dazu wurde das Museum des Klosters eröffnet.

          MUTTERGOTTESKIRCHE VON ODZOUN

          Die Hl. Muttergotteskirche von Odzun befindet sich in dem gleichnamigen Dorf der nördlichen Provinz Lori der Republik Armenien. Nach historischen Angaben wurde die Kirche im 8. Jh. gebaut, aber nach der architektonischen Analyse wurde diese Kirche im 6. Jh. gebaut. Das ist eine dreischiffige Kuppelbasilika. Der Innenraum ist durch Säulen in drei Teilen geteilt. Die Kirche hat sehr schöne Hochreliefs und Ornamente. Im 19. Jh wurde die Kirche renoviert.  

          Nördlich von dem Bauwerk steht ein Denkmal wiederum aus dem 5-6.Jh., das reich an Ornamenten ist. Der Sockel des Denkmals ist 2.4m hoch.

          KLOSTER HAGHPAT

          Der Klosterkomplex Haghpat befindet sich im Norden Armeniens in der Provinz Lori.

          Die erste Kirche des Klosters, die Kirche des Hl. Zeichens, hat der armenische König Aschot Bagratuni (Aschot III) mit seiner Frau in den Jahren 976-991 gebaut. Zu dieser Zeit wurde die geistliche Schule des Klosters gegründet. Im 11. Jh. wurden nördlich der Kirche des Hl. Zeichens, die beiden Kapelle-Mausoleen, die St. Gregorkirche, die Klostermauer und Skriptorium gebaut. Im 12. Jh. wurde das Kloster zerstört und geraubt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und im 13. Jh. erlebte das Kloster eine Blütezeit. Im Jahr 1185 hat Mariam, die Tochter des Königs Kjurike III, westlich der Kirche des Hl. Zeichens, das Mausoleum der Kjurikjan Könige errichtet, das im 13. Jh. völlig wiederaufgebaut wurde und später als Vorhalle diente. Zur gleichen Zeit wurden die drei Kreuzstein-Mausoleen für Ukanatz Familie gebaut und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Es gibt die Hypothese, dass auch das Refektorium im 13. Jh. gebaut wurde. Nicht weit vom Kloster wurde 1233 die Festung Kajanberd errichtet, die aber im Jahr 1241 von den mongolischen Eroberern zerstört wurde. 1257 errichtete Vater Hamazasp eine grosse Kapelle, die später Hamazasphaus gennant wurde. Danach wurden die nächste geräumliche Vorhalle, der Glockenturm und der Osttor des Klosters gebaut.

          Im 17. Jh. hat man das Kusanatz Anapat, die Mauer des Klosters und ein Teil des Skriptoriums renoviert.

          Auf dem Territorium des Klosters gibt es viele Kreuzsteine, von denen der berühmteste der „Allerlöserkreuzstein“ ist.

          Im Kloster haben im 13. Jh. viele armenische Wissenschaftler studiert und gearbeitet. Hier hat man viele Handschriften aufbewahrt. In 14-15.Jh.  versteckten die Mönche ein Teil von diesen Handschriften in den Höhlen in der Nähe von Haghpat. Diese Handschriften wurden erst im 18. Jh. wieder gefunden.

          Das Kloster ist auch dadurch bekannt, das hier der berühmte und beliebte armenische Dichter und Komponist Sajat-Nowa gelebt und gearbeitet hat. Sajat-Nova wurde in Sanahin geboren, lebte und arbeitete aber als Musiker im Hof des georgischen Königs. Im Jahre 1775 wurde er nach Haghbat verbannt und lebte dort als Mönch bis zum Ende seines Lebens.

          Seit 1996 ist das Kloster Weltkulturerbe der UNESCO.

          KLOSTER SANAHIN

          Der Klosterkomplex Sanahin befindet sich im Viertel Sanahin der Stadt Alawerdi der Provinz Lori.

          Die Muttergotteskirche, die erste Kirche des Klosters, wurde im 10. Jh. gebaut. Im Jahr 966 haben der armenische König Aschot 3. und seine Frau die Hl. Allerlöserkirche gebaut und die geistliche Schule des Klosters gegründet. Im 11. Jh. wurden das Skriptorium, die Hl. Gregor Kapelle gebaut, dazu wurden viele Handschriften geschaffen und vermehrt. Seit der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erlebte das Kloster Sanahin eine schwere Zeitperiode. Das dauerte bis zum Ende des 12. Jahrhunderts. Vom Ende des 12. Jahrhunderts bis zum 13. Jh. wurden die Vorhallen (Gavith) der Hl. Muttergotteskirche und der Hl. Allerlöserkirche, der Glockenturm, ein Teil vom Skriptorium, das Gasthaus (ist nicht erhalten geblieben), das Mausoleum der Zakariden gebaut. Dazu wurden zwei Kreuzsteine von Gregor Tuteordi und von Sargis gestellt und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Sanahin Brücke über dem Debed Fluß gebaut.

          Während seiner Geschichte wurde das Kloster vielmals von Feinden oder von Erdbeben zerstört. Im 17. Jh. wurde das Kloster renoviert. Jetzt macht man weitere Renovierungsarbeiten hier.

          Das Kloster Sanahin ist Weltkulturerbe der UNESCO.

          TEMPEL GARNI

          Der heidnische Tempel Garni befindet sich im Dorf Garni der Provinz Kotajk der Republik Armenien. Der Tempel, geweiht dem Sonnengott Mithra, wurde im 1. Jh. n. Chr. vom König Trdat I in der Festung, die auf das dreieckige Plateau lag, gebaut. Nach der Christianisierung des Landes zerstörte man den Tempel nicht, weil dort die Sommerrezidenz der armenischen Könige war. Der Tempel wurde im Jahre 1679 durch ein starkes Erdbeben fast ganz zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten begannen im Jahre 1966 und dauerten fast 10 Jahre.

          Der Tempel, gebaut aus dem örtlichen grauen Basalt, ist ein wunderschönes Muster der antiken Baukunst. Die 24 ionischen Säulen des Tempels, die hoch und schlank sind, haben sehr schöne Kapitelle, die mit feinen Ornamenten ausgeschmückt sind. Neben dem Tempel liegen die Ruinen einer kreuzförmigen Kirche aus dem 7. Jh.

          Auf dem Territorium des Tempels gibt es ein Bad aus dem 3. Jh. n.Ch. Das Bad wurde mit dem warmen Wasser geheizt. Der Boden im Umkleideraum ist mit dem Mosaik bedeckt. Die Motive sind aus der grichischen Mythologie: im Zentrum sind die Götter Ozean und Meer als Mann und Frau dargestellt. Hier kann man auch eine griechische  Schrift ,,gearbeitet, aber nichts bekommen,, lesen. Was diese Schrift bedeuten soll, ist bis jetzt unbekannt.

          Der Tempel Garni ist Weltkulturerbe der UNESCO.

          GEGHARD

          Der Klosterkomplex Geghard (Höhlenkloster) befindet sich in der Provinz Kotajk der Republik Armenien. Dieses Kloster ist das eigenartigste und bekannteste Denkmal des späten Mittelalters in Armenien. Der Klosterkomplex wurde im 4. Jh. von Gregor dem Erleuchter gebaut. Zuerst trug der Komplex den Namen Ajrivank (Höhlenkloster) später aber wurde in Geghard (Speer) umbenannt. Der Überlieferung nach, bohrte ein römischer Wächter mit diesem Speer eine Rippe von Christi durch. Seit dem 13-18.Jh. hat man den Speer als Hl. Reliquie im Kloster aufbewahrt (seit dem 18. Jh. im Musem der Kathedrale von Edschmiatzin).

          Im Jahre 1215 wurde die Hauptkirche Katoghike, die mit den reichen und wunderlichen Ornamenten ausgeschmückt ist, gebaut. In den Jahren 1215-1225 wurde die Vorhalle mit vier Säulen westlich der Kathoghike Kirche hinzugefügt. Das Dach der Vorhalle stützt sich auf 4 Säulen - eine sehr komplizierte Konstruktion. Die nördliche Wand ist ein Fels, in dem zwei Kirchen eingebaut sind.

          Die erste Höhlenkirche wurde in 1230-1250 vom Fürsten Prosch aus der Fürstenfamilie Proschjan gebaut. Hier gibt es eine heilige Quelle. Die zweite Kirche der Hl. Muttergottes, die auch ein Grabmal ist, errichteten die Fürsten Proschjan, die das Kloster in der zweiten Hälfte des 13. Jh. abgekauft hatten. Hier sind der Fürst Prosch und seine Familie begraben. Hier kann man die Wappe der Fürstenfamilie Proschjan sehen: ein Stierkopf hält auf die Kette zwei Löwen. Zwischen den Löwen ist ein Adler mit dem Lamm in den Krallen.

          Das geräumigste Bauwerk ist die Höhlenkapelle, die im Jahr 1288 gebaut wurde. Diese Kapelle hat eine unwahrscheinlich schöne Akustik.

          Das Kloster Geghard ist Weltkulturerbe der UNESCO.

          MATENADARAN

          Das Mesrop Maschtotz Matenadaran in Jerewan ist das Zentralarchiv und Studienzentrum für alte armenische und fremdsprachige Handschriften. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1945 und 1957 vom berühmten armenischen Architekten Mark Grigoryan errichtet. Seit 1962 ist es nach dem Heiligen Mesrop Maschtoz benannt, dem Entwickler des armenischen Alphabets (Das armenische Alphabet wurde im Jahre 405 von Mesrop Maschtoz geschaffen).

          Der größte Teil von 17.000 Handschriften geht auf den Matenadaran des Katholikats der Armenisch Apostolischen Kirche in Edschmiadsin zurück (das erste Matenasaran Armeniens war in Edschmiatzin gebaut). Diese Sammlung wurde im Jahr 1920 enteignet und nach Moskau überführt und erst im Jahr 1939 wurde sie wiederum nach Armenien, Jerewan, gebracht.

          Auf dem Platz vor Matenadaran steht die Statue von dem Schöpfer des armenischen Alphabets Mesrop Maschtoz, von beiden Seiten – Statuen der anderen berühmten Gelehrten Armeniens: Mowses Chorenatzi – berühmter Historiker, Anania Schirakatsi – Mathematiker, Geograph, Chronologist, Philosoph und Astrolog, Frik – berühmter Dichter (13. Jh.), Mechitar Gosch – Autor des ersten Gesetzbuches, Grigor Tatewatzi – berühmter Philosoph und Toros Roslin – berühmter Miniaturmaler.

          Im Jahr 1997 wurde die Sammlung von alten Handschriften in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.  

          EREBUNI-MUSEUM

          Die Stadt Jerewan ist eine der ältesten Städte in der ganzen Welt. Eine Keilschrift auf einem Basaltstein, welcher bei den archäologischen Ausgrabungen von 1950 im südöstlichen Teil Jerewans gefunden wurde, bezeugt, dass Jerewan im Jahr 782 v.Chr. vom urartäischen König Argischti I, dem Sohn von Menua, als Stadtfestung  gegründet wurde. Die Stadtfestung hieß Erebuni. Im Laufe der Zeit wurde das Wort Erebuni zu Jerewan.  

          Das Museum Erebuni wurde im Jahr 1968 im Südosten der armenischen Hauptstadt, am Fuße des Hügels Arin-Berd errichtet. Einmal war hier die Festung Erebuni, deren Ausgrabungen noch heute nicht zu Ende sind. Dieses Museum ist nur ein Teil des Komplexes.

          DENKMAL DAVID VON SASUN

          Das Denkmal „David von Sasun“ ist ein Markenzeichen der Stadt Jerewan. David ist armenischer Nationalheld aus dem gleichnamigen Epos. Das Denkmal kann man auf dem Platz Sasunzi Davit (arm. Davit von Sasun) vor dem Bahnhof von Jerewan zu sehen bekommen. Es steht hier seit 1959. Der Bildhauer ist der berühmte armenische Künstler Erwand Kotschar.  

          STATUE  MUTTER-ARMENIEN

          Die Statue „Mutter Armenien“ befindet sich im Siegespark von Jerewan. Es steht hier seit 1967. Der Bildhauer ist der berühmte armenische Bildhauer Ara Harutjunjan. Das Denkmal ist 22m hoch. Es symbolisiert den Kampf der armenischen Frauen für den Frieden des Vaterlandes. Nicht weit vom Denkmal befindet sich ein Museum, wo man über die Teilnahme der Armenier am zweiten Weltkrieg und den Berg-Karabach Konflikt informiert werden kann.