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          FRÜHLING IN ARMENIEN

          07.04.16

          Von neuem mag es Frühling werden, Rosen blühen,

          Die Angebetete für den Geliebten glühen,

          Der Mensch mag mit dem Alter sich verändert fühlen,

          Der Nachtigall Lied wieder dem Berg zurückbleiben.

                  Jeghische Tscharenz (Übersetzung vom Konrad Kuhn)

          Das Kloster Khor Wirap im Hintergrund Berg Ararat

          Das Bergland Armenien ist berühmt mit seinem “ewigen Frühling”, mit den Wildblumen bis in den August hinein, mit den blühenden Teppichen bedeckten  Berghängen und den Hochtelärn. Der Frühling hält langsam Einzug in Armenien. Wenn man durch die Straßen  schlendert, begegnet er ständig: Die leuchtend gelb blühenden Narzissen in den kleinen, liebevoll gepflegten Gärten, das Gras, das sich, gerade grün und saftig geworden, gegen die stechenden Sonnenstrahlen wehrt und das im Sommer trotzdem erbarmungslos verdorrt wird. Der heilige Berg ergrünt immer mehr. Noch ist der größte Teil von Schnee bedeckt, aber in den unteren Randgebieten hat der Frühling den Kampf gewonnen und ebnet den Weg für die ersten Blumen.

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          Der einsame Baum

          Den Frühling in eben jener Araratebene kann man schon Ende März erleben. An einem sonnig-warmen Tag zieht man los zu einem kurzen Ausflug nach Khor Virap, dem malerisch gelegenen Kloster direkt am Fuß des Ararats. Im kleinen, geschützten Klosterhof sind die Bäume schon grün, in der weiten Ebene darum herum ist der Schnee zwar schon verschwunden, aber die Natur wartet noch ab. Auf dem Rückweg durchquert man einige Dörfer mit stattlichen Villen mit Araratblick, blühenden Obstbäumen und dazu noch klappernden Störchen. An der Stelle, an der Blüten und Störche zusammen kommen, kann man  aussteigen, um gleich zwei Frühlingsmotive gleichzeitig zu bewundern.

          Heidnischer Tempel von Garni

          Armenien ist ein kleines Land. Aber auf diesem kleinen Flecken Erde verdichtet sich ein Kaleidoskop aus verschiedenen klimatischen Zonen mit schneebedeckten Berggipfeln, fruchtbaren Feldern, dichten Wäldern, türkisfarbenen Seen, trockenen Steppen, öden Halbwüsten, grünen Alpentälern und sonnengeblichenen weitläufigen steinernen Hochebenen – Feldern aus Stein.

           

          Author: Arpine Geghamyan

          BELIEBTE TOUREN 2017